Rückblick auf die Badenweiler Baumkulturtage vom 31. Mai - 3. Juni 2018

Die Walnussbäume im Markgräflerland


Die Walnuss im Markgräflerland – Eine Entscheidung zwischen Nuss und Holz

Ulrich Pfeffer, Ihr Baumexperte aus Müllheim und Alexander Horr, Schirmherr der Veranstaltung und Geschäftsführer der Badenweiler Thermen und Touristik GmbH, sind äußerst zufrieden mit dem Verlauf der zweiten Baumkulturtage, die sich vom 31. Mai bis 03. Juni 2018 rund um die Walnuss drehten. Besonders bereichernd war in diesem Jahr die Fachpartnerschaft mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), die den Aspekt des Nutzholzes nicht nur anhand von Vorträgen, sondern auch durch eine spannende Waldexkursion beleuchtete.

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Über Anzucht, Nuss-Sorten und Qualitäten berichteten Matthias Schott von der Nussbaumschule und Vivian Böllersen, M.Sc. Ökoagrarmanagent und Vorstandsmitglied der IG Nuss. Insgesamt über 100 Badenweiler Bürger, Kurgäste, interessierte Laien und Experten aus der Baumpflege sowie dem Forst nutzten das äußerst abwechslungsreiche Vortrags- und Exkursionsprogramm. Weitere Highlights waren eine Lesung, die Besichtigung der alten Oberweiler Ölmühle sowie die Möbelschreinerei von Jonny Brändlin in Laufen, die sich unter anderem auf die Verarbeitung von Walnussholz spezialisiert hat.


Die Walnuss als Holzlieferant

Nicht nur die Nüsse sind interessant, auch das Holz ist begehrt und teuer. Die Walnuss ist eine eingeführte Baumart aber keine invasive Art. Ihre Kultur im Waldbau ist eher eine Herausforderung, da sie ohne Pflege schnell von heimischen Laubbaumarten wie Buche und Ahorn überwachsen wird. Durch ein Forschungsprojekt von Prof. Dr. J.Ph. Schütz von der ETH in Zürich, der dem hohen Walnussholzimport entgegenwirken wollte, weiß man: „Die härtesten Nüsse bringen das beste Holz.“

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Die damals aufgestellte Hypothese, dass die Walnuss im Ursprungsgebiet, also in den Nussbaumwäldern Asiens, noch als Waldbaum wächst und daher bessere Eigenschaften für die Holzproduktion aufweist als die bei uns bekannten Kulturformen, bestätigte sich. Die Nüsse kamen aus Pakistan, Indien (Kaschmir) und Kyrgistan. Hansjörg Lüthy, inzwischen Förster im Ruhestand, pflegte viele Jahrzehnte diese einzigartigen Versuchsflächen an unterschiedlichen Standorten in der Schweiz. Bis heute werden die Messdaten von Andreas Ehring, wissenschaftlicher Mitarbeiter der FVA, ausgewertet. Nussbaumholz eignet sich vorzüglich als Ersatz für Tropenhölzer. Nach 60 bis 80 Jahren kann bereits kostbares Holz mit Brusthöhendurchmessern von 50 bis 70 Zentimeter geerntet werden. Diese Lichtbaumart fühlt sich in Waldgesellschaften mit Buchen und Linden sehr wohl. Allerdings mag der Nussbaum weder Spätfröste, weshalb spättreibende Herkünfte bevorzugt werden, noch Winterkälte (max. -20° Celsius, bei wenigen Herkünften werden bis zu -30° Celsius ertragen) und benötigt im Jahresdurchschnitt eine minimale Temperatur von + 8 °Celsius. In der Schweiz haben sich die Herkünfte aus Dachigam (Indien) und Manshi (Pakistan) als Spitzenreiter abgezeichnet. Um rasch Saatgut für den forstlichen Anbau zu gewinnen, bestimmte man auf der Versuchsfläche in Obfelden (CH) die besten Nussbäume. Bis heute erntet Hansjörg Lüthy in Handarbeit das Saatgut, das über spezielle Lieferanten in der Schweiz zu beziehen ist. Die Nüsse dieser Bäume sind selbst mit einem Hammer nicht zu öffnen und somit weder durch Krähen noch durch Mäuse gefährdet. Die Fichte, noch immer der „Brotbaum“ der Forstwirtschaft, könnte aufgrund des Klimawandels durch den Nussbaum ersetzt werden. „Die Nuss braucht am Anfang mehr Pflege, dafür revanchiert sie sich später mit ihrem schönen Holz“, so Lüthy, der empfiehlt, einjährige Pflanzen zu setzen. Bei der laufenden Pflege der Bäume sollte jegliche Verletzung vermieden werden, denn sie könnte dem gefürchteten Hallimasch als Sekundärschädling Zugang verschaffen.

 

Aus Absaaten dieser Bestände entstand der mittlerweile 20-jährige Walnussmischbestand im Eichwald in Müllheim, gezogen durch Hansjörg Lüthy. „Die Walnuss braucht einen möglichst tiefgründigen und nährstoffreichen Boden mit einem mäßig frischen bis frischem Wasserhaushalt sowie einen pH-Wert zwischen 5 und 8“, erklärt Andreas Ehring. Im Vergleich zur Walnuss hat die Schwarznuss noch höhere Ansprüche, bewährte Bestände gibt es einige entlang des Rheins. „Hybridnüsse sind im Wachstum überlegen. Sie machen wenig Früchte, dafür geht die Kraft ins Holz. Intermedia-Hybriden sind beispielsweise die deutsche Handels-sorte ReNi, die französischen Handelssorten NG 23, NG 38 als Garavel-Hybride wird die Handelssorte MJ 209 bezeichnet. Die Gattung Hickory zeichnet sich durch ein extrem langsames Wachstum aus, wächst die ersten Jahre nur in den Boden und braucht sehr viel Pflege. „Die Intermedianuss hat dagegen den Kopf immer oben und ist deshalb gut zu integrieren“, so Ehring, der für den Endbestand 60 bis 65 Bäume auf den Hektar empfiehlt. Mehr Pflanzen machen aufgrund des benötigten Kronendurchmessers keinen Sinn. Zur Pflege gehören ein Fegeschutz, die jährliche Kultursicherung, der Zwieselschnitt, das laufende Freistellen sowie die Ästung.


Dynamische Ästung

Oswald Keller, Forstwirtschaftsmeister, zeigte auf der Exkursion in den Eichwald bei Müllheim in beeindruckender Geschwindigkeit und handwerklicher Präzision, wie das für diese Baumart wichtige „Ästen“ in der Praxis funktioniert. Bei der Walnuss würde die natürliche Astreinigung aufgrund der nötigen Freistellung viel zu spät erfolgen, um noch die gewünschte Holzqualität zu erreichen.

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Von unten erfolgt die Ästung deshalb zuerst blockweise, danach werden vor allem steile Äste entfernt, denn bei den flachwachsenden ist kaum mehr Dickenwachstum zu erwarten. Vor dem Schnitt auf den Astring erfolgt das Stummeln, damit es nicht zu Rindeneinrissen kommt. Wichtig ist, dass insgesamt rund 50 Prozent der Blattmasse für die Versorgung des Baumes verbleiben. Das Ästen erfolgt zwei bis drei Mal im Laufe der Kultur. Als gute Monate haben sich dabei Februar und März sowie Juni bis August herausgestellt. „Nachdem die Arbeit recht schweißtreibend ist, hat hier der Februar gewisse Vorteile“, so Keller. Das Nussbaumholz liegt zurzeit bei Wertholzsubissionen um einiges über dem Bergahorn und der Eiche.

 

Für die FVA in Freiburg, die sich das Messen und Bewerten der Nachhaltigkeit, die Klimafolgenforschung sowie den Waldnaturschutz und die Biodiversität auf ihre Fahnen geschrieben hat, sind die Nussbäume deshalb seit einigen Jahren in den Forschungsfokus gerückt. Sie sind eine Bereicherung für passende Standorte und im Zuge der Klimaerwärmung eventuell eine Alternative für Fichte und Buche beim Waldbau, erklärte, Prof. Konstantin Freiherr von Teuffel, Direktor der FVA. Dr. Hans-Jochen Meyer-Ravenstein, Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Nuss, sieht im Holz der Walnuss zudem einen guten Ersatz für Tropenholz und eine hohe Wirtschaftlichkeit für Privatwaldbesitzer. Die 200 Mitglieder der IG Nuss besitzen hierzu geballtes Wissen, das sie gerne in ihren Exkursionen weitergeben (www.ig-nuss.de)

 

Weitere Informationen gibt es im Merkblatt für den Nussanbau zur Holzproduktion bei der FVA in Freiburg. (www.fva-bw.de)


Noch mehr Nüsse

Auf interessanten botanischen „Pfaden“ wandelte PD Dr. Gregor Aas, Leiter des ökologisch-botanischen Gartens der Universität Bayreuth, als er die Herkunft und die Familienverhältnisse der Walnuss erläuterte und dabei auch so spannende Verwandte wie die Pekannuss, die Ringflügelnuss, die Butternuss und die Japanische Flügelnuss vorstellte. Die Zuhörer wissen nun, dass es sich bei einer Walnuss tatsächlich um eine echte Nuss handelt und nicht um eine Steinfrucht. Eine Frage, die die Botaniker lange umtrieb. Nachdem es sowohl den Eschen als auch den Erlen in den Auwäldern nicht mehr gut geht, brachte Aas auch hier die Walnuss als Alternative ins Spiel. Mittlerweile nimmt sogar der Eichelhäher seinen Schnabel gerne richtig voll und verbreitet so die Walnuss im Wald.


Die Nussbaumschule

Matthias Schott von der Nussbaumschule Schott im Kaiserstuhl bietet in seinem Sortiment vom Sämling bis zur zweijährigen Veredelung verschiedenste Walnuss-Sorten an, unter anderem auch Klonabsaate für den forstlichen Bereich. Rotblättrige und schlitzblättrige Sorten sowie Hängeformen werden als botanische Raritäten vermehrt. Für eine Juglans intermedia-Züchtung aus dem Haus Schott besteht bereits Sortenschutz. Die Veredelungen, die vor allem für den frühen Fruchtertrag wichtig sind, werden von Januar bis März im Gewächshaus durchgeführt, im Freiland erst ab dem 15. März. Die zweijährigen verkaufsfähigen Pflanzen sind in der Regel bereits zwischen 1,50 und 3 Meter groß.

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Neben der Baumschule bewirtschaftete Schott eine vier Hektar große Ertragsanlage mit verschiedenen deutschen Sorten sowie eine ebenso große Junganlage. Langfristiges Ziel von Schott ist die Steigerung der Produktionsflächen. Das wertvolle Nussöl wird mit einer Spezialmühle aus Bayern selbst gepresst und Schott bietet auch Lohnpressungen an.

 

Für Neuanlagen empfiehlt der Baumschuler einen bis 90 Zentimeter Tiefe gegrubberten Boden. Die Pflanzung erfolgt dann maschinell. Fichtenstangen mit 3,50 Meter Höhe dienen der Kronenfixierung, da die große Blattmasse im oberen Bereich sehr sturmanfällig ist. Die Kronenhöhe liegt zwischen 2,50 und 3 Meter. „Die Stämme werden schneller stark, je mehr Blattmasse am Baum belassen wird, weshalb ich immer gegen das Schneiden plädiere. Einzige Ausnahme ist, wenn die Triebe zu lang und somit zu windanfällig werden“, erklärt Schott. Als Pflanzabstände empfiehl er mindestens 12 mal 12 Meter, noch besser sind aus seiner Sicht 12 mal 15 oder sogar 16 Meter. „In unserer 22-jährigen Kultur stehen die Bäume in einem Abstand von 8 mal 10 Meter. Das ist eindeutig zu eng und durch die Schattenbildung geht leider auch der Fruchtertrag zurück“, weiß Schott. Geerntet werden die Plantagen, wenn die grünen Hüllen aufspringen, die Nüsse aber noch nicht von selbst fallen. Dann kommt ein Hydraulikschüttler, wie man ihn aus dem Kirschenanbau kennt, zum Einsatz. „Auf diese Weise ist der Baum in zwei Sekunden leer und dies bislang völlig ohne Schäden oder Verletzungen“, so seine Erfahrung. Die Sorte mit der größten Frosthärte ist laut Schott die Nr. 1247, die Temperaturen bis minus 25 Grad Celsius und sogar darunter aushält. Als wichtigste Sorten im Anbau beschreibt der Produzent die Nr. 139 und die Nr. 120, die beide als Massenträger bekannt sind.

 

Seit die Walnussfruchtfliege vor knapp 12 Jahren über die Schweiz ins Rheintal kam, ist sie zu einem echten Problemschädling geworden. Die Maden höhlen die grüne Hülle aus, was die bereits angelegten Nüsse an der Reife hindert. Somit ist eine Bekämpfung unumgänglich. Regengüsse mit über 25 Liter pro Quadratmeter ab dem 10. Juli lassen meist den Flug der Fruchtfliege beginnen. Leider stehen zurzeit kaum zugelassene geeignete Mittel zur Verfügung, was Schott sehr bedauert und hier die Forschung in die Pflicht nimmt.


Revival einer Nuss

Zukunftspotenzial, wenn es um gesunde Ernährung, aber auch die direkte Vermarktung geht, sieht Vivian Böllersen – Master of Science Ökoagrarmanagement – in der Walnuss jede Menge Potenzial. Im Rahmen ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich intensiv mit dem Nussanbau und besuchte viele produzierende Betriebe in Deutschland, um das noch vorhandene Wissen zusammenzutragen. Nach dem zweiten Weltkrieg, in welchem die Nuss nicht nur als Proviant geschätzt war, sondern auch als Schaftholz für Gewehre Verwendung fand, wurde sie danach durch die Industrialisierung zur Randkultur. Die Fachliteratur ist mittlerweile veraltet, deutsche Spezialisten gibt es kaum noch und Forschung wird zu dieser Kultur keine mehr betrieben. So trug Böllersen neues und altes Wissen im Rahmen ihrer Masterarbeit zusammen und schrieb darüber ein Buch mit dem Titel „Revival der Walnuss“. Dieses enthält einen sehr umfangreichen Sortenkatalog, der sowohl die Spätfrostgefährdung als auch die Winterfrosthärte sowie Erntebeginn, Wuchs und die Nussqualität beschreibt.

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Die Walnüsse, die in Deutschland konsumiert werden, stammen zu über 50 Prozent aus Kalifornien, so sie noch in der Schale sind. USA, Chile und Moldawien sind die Hauptherkunftsländer, wenn es um die bereits geknackte Version geht. China hat die größten Anbaugebiete der Welt und eine Nussernte von rund 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr, konsumiert aber fast alles im eigenen Land.

 

Mittlerweile ist Böllersen stolze Besitzerin einer eigenen Junganlage auf 4,5 Hektar in der Nähe von Berlin und freut sich bereits über die ersten Früchte in diesem Jahr an den 30 unterschiedlichen Sorten. Gepflanzt wurde auf Grünland. Böllersen düngt mit Hornspänen und astet die Bäume bis zu einer Kronenhöhe von 2,2 bis 2,5 Meter auf.

 

Wer den Weg zum eigenen Walnusshain gehen möchte, muss berücksichtigen, dass dieser Baum wärme- und lichtbedürftig ist und eine gleichmäßige Wasserversorgung liebt. Späte Fröste und zu kalte Winter gefährden die Kultur, weshalb neben der Sortenwahl der Standort ausschlaggebend für den späteren Erfolg ist. Als Abstand im Hain empfiehlt Böllersen 12 mal 12 Meter, noch besser sind 13 mal 15 Meter im Reihen- oder Dreiecksverband. Die Pflanzung erfolgt sortiert nach Sorten, damit reihenweise geerntet werden kann, die Baumscheiben sind frei von Bewuchs zu halten. Die Ertragsparameter sind schwankend und ungewiss, hängen von Sorte, Standort und dem Klima ab. „Da unser Hain auf Sandboden steht, setze ich die Ertragserwartungen mit 15 Kilogramm Trockengewicht pro Baum lieber etwas tief an. Andernorts werden aber auch über 50 Kilogramm erwirtschaftet“, so Böllersen, die vor hat, die verschiedenen Sorten getrennt zu vermarkten, da hierdurch höhere Preise zu erzielen sind. Die Nüsse werden nach der Ernte gewaschen, hierzu eignet sich beispielsweise auch ein Betonmischer und anschließend getrocknet. Die Vermarktung über Frischkost- und Feinkostläden ist dafür ein schönes Konzept. Auch die Tierhaltung unter den Bäumen ist möglich „Die schlimmsten Nussräuber sind weder die Krähen noch die Eichhörnchen, es ist der Homo sapiens“ erklärte Böllersen abschließend.

 


Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Die Auftaktveranstaltung der Baumkulturtage in Badenweiler fand am Donnerstagnachmittag in der Kurparkgärtnerei, der Wirkungsstätte von Kurparkleiter Harald Schwanz, statt. Hier präsentierte der Hüter ausgefallener Baumexoten die Anzucht und Pflege seiner pflanzlichen Juwelen, die es danach bei einem ausführlichen Rundgang im Kurpark in teils gigantischen Dimensionen zu erleben gab.

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Neben Harald Schwanz standen Dr. Jens-Uwe Voss, Gehölzkenner aus Müllheim und Ulrich Herzog vom Pflanzencenter Fautz in Bad Krozingen den Teilnehmern Rede und Antwort für fachgerechte Standorte und die Kultur von Baumbesonderheiten im eigenen Garten. Einen wunderschönen literarischen Abschluss dieses ersten Tages bildete die Lesung von Petra Seitz und Martin Lunz vom LitheraTheater. Die Geschichten von Jean Giono: „Der Mann der Bäume pflanzte“ und Auszüge aus dem Buch von Julia Butterfly Hill „Die Botschaft der Baumfrau“, beeindruckten die Besucher nachhaltig und regten zum Nachdenken über den tatsächlichen Wert dieser großen grünen Geschöpfe unserer Erde an.

 

Schmackhaftes Walnussöl tropfte am Samstagnachmittag in der über 300 Jahre alten Ölmühle der Familie Eberhardt in Oberweiler in die Kannen. Jürgen Eberhardt presste vor den Augen der Teilnehmer das Öl der Walnüsse, das im schmalen goldenen Rinnsal floss. Leckere mit Nussmehl angereicherte Brotscheiben, die er zuvor in das mit Holz befeuerte Rührwerk gelegt hatte, wurden zur Verkostung gereicht. Hier werden die Nüsse auf 38 bis 40 Grad Celsius schonend erhitzt, damit sich das Öl verflüssigt. „Zwei Kilogramm Nüsse ergeben einen Liter Öl“, erklärt Eberhardt, aber inzwischen gibt es nur noch wenige Menschen, die Zeit und Muße zum Knacken und Schälen der Nüsse haben.

 

Jonny Brändlin, Schreiner in Laufen, zeigte im Anschluss, was aus dem 80-jährigen Walnussbaum „Waldemar“, den die Firma Pfefferer BAUMkultur professionell und somit werterhaltend inmitten einer Wohnsiedlung fällte, geworden ist. Durch einen mobilen Holzsäger in Scheiben geschnitten und mit einem besonderen Verfahren in wenigen Tagen getrocknet, entstand aus Waldemar bereits ein Esstisch, der durch seine Maserung beeindruckt. Drei Tonnen wog Waldemar nach der Fällung und er bekam durch Jonny Brändlin die Chance auf ein Leben nach dem Tod als Möbelstück, an dem noch Generationen sitzen werden.

 

Eine kulinarische Geschmacksexplosion bot das Walnussmenü im Landhotel „Alte Post“ in Müllheim am Freitagabend. Zusammen mit erlesenen Weinen und auf Alemannisch rezitierte Gedichte von Johann Peter Hebel, war dies ein besonderes Erlebnis aus dem Reich der Nüsse und der Lyrik im Kreise der Referenten und Gäste.

 

Den Abschluss der Baumkulturtage bildete am Sonntag der lyrische Baumweg mit sieben Stationen im Kurpark von Badenweiler mit Petra Seitz und Martin Lunz.

 

Thema und Termin für die Baumkulturtage 2019 stehen bereits fest: Vom 20. bis 23. Juni 2019 geht es dann um „Die Weißtanne im Schwarzwald“ und auch die FVA ist als Fachpartner wieder mit an Bord.

 


Unsere Sponsoren 2018

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Medienberichte


Sprecher und Referenten

  • Ulrich Pfefferer
    Baumexperte aus Müllheim
  • Alexander Horr
    Geschäftsführer der BTT Badenweiler
  • Harald Schwanz
    Leiter Kurparkgärtnerei Badenweiler
  • Prof. Konstantin Frhr. von Teuffel
    Direktor der FVA
  • PD DR. Gregor Aas 
    Ökologisch-Botanischer Garten
    der Universität Bayreuth
  • Matthias Schott
    Die Nussbaumschule
  • Hansjörg Lüthy
    Förster im Ruhestand
  • Hans-Werner Öttlin
  • Vivian Böllersen
    Master of Science (M.Sc.)         Ökoagrarmanagement,
    Vorstandsmitglied der IG-Nuss
  • Andreas Ehring
    Förster an der FVA,
    Vorstandsmitglied der IG Nuss
  • Jonny Brändlin
    Schreinermeister und
    Inhaber der Möbelwerkstatt Jonny B. GmbH
  • Dr. Jens-Uwe Voss
    Toxikologe und Dendrologe
  • Uli Herzog
    Fa. Fautz die Gärten
  • Petra Seitz und Martin Lunz
    LiteraTheater Badenweiler


Die Veranstalter der Baumkulturtage Badenweiler:

Schirmherrschaft:

Alexander Horr,

Geschäftsführer Badenweiler Thermen und Touristik GmbH